Herzlich Willkommen


Herzlich Willkommen im Staudengarten Gross Potrems

Hier gibt es die neuesten Informationen aus unserem Staudengarten in Gross Potrems, Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern. Ergänzend dazu können Sie in unserer Website (www.wildstaudenzauber.de) auf mehr als 600 Seiten mit ca. 2000 Bildern unseren Wildstaudengarten kennenlernen. Unter Wildstauden verstehen wir züchterisch kaum veränderte Pflanzen und zwar nicht nur die einheimischen, sondern auch Pflanzen aus Europa, Amerika und Asien. Seit fast 40 Jahren gestalten und pflegen wir unseren naturnahen Staudengarten, in dem der Rasen und die Staudenbeete nach und nach durch Staudenwiesen ersetzt wurden. Auf 1000 m² entstanden langlebige Pflanzengemeinschaften mit etwa 500 verschiedenen Wildstaudenarten und zahlreichen Gräsern.

Unseren Staudengarten können Sie von Juni bis September von 10.00 bis 12.00 und von 15.00 bis 18.00 besuchen. Ich biete Ihnen eine einstündige Führung durch den Garten. Um eine Spende von 5 € pro Person zur Erhaltung des Gartens wird gebeten. Auf Grund der geringen Größe und der schmalen Wege in unserem Garten können wir nur maximal 15 Personen (keine Busse!) empfangen.
Bitte nur nach Voranmeldung, vorzugsweise per E-Mail (jochen@wildstaudenzauber.de) oder Telefon: 03820813345. Bitte keine Pflanzen mitbringen!

Im Juni 2014 erschien mein Buch "Naturnahe Gartengestaltung mit Wildstauden", das Sie bei der Gesellschaft der Staudenfreunde für 15 € inkl. Versand erwerben können.

Meine Youtube-Videos können sie in der Mitte des Bildes anschalten und danach unten rechts in den Vollbildmodus gehen.
Von 2000 bis 2012 habe ich verschiedene Naturstandorte unserer Stauden besucht. Sie gaben mir zahlreiche Hinweise zur Verwendung der Wildstauden im Garten. Einige Filme sind 15 Jahre alt und deshalb von geringerer Qualität.
Wenn Sie mehr über die gezeigten Pflanzen wissen möchten, gehen Sie bitte zu meiner Website (www.wildstaudenzauber.de).





Montag, 20. Februar 2017

The New Perennial Garden



Die Frühlingsblüher kommen mit Macht und die Lesezeit geht nun zu Ende.
Einige Bücher habe ich bereits hier vorgestellt. Zwei Bücher möchte ich unbedingt noch erwähnen. Es waren die Besten in diesem Winter, obwohl schon recht alt. Meines Wissens sind sie leider nicht in Deutsch verfügbar. "The Perennial Garden" ist von Noel Kingsbury und bereits 1996 erschienen und "Dream Plants for the Natural Garden" von Henk Gerritsen und Piet Oudolf 1999, zuerst in Holländisch und später in Englisch. Alle drei Autoren sind Wiederentdecker des naturalistischen Gartenstils. Ihre Liebe zu den Wildstauden und den Plätzen in der Natur, wo sie wachsen, vereint sie.
Bereits vor einigen Jahren habe ich in meiner Homepage etwas zum naturalistischen Gartenstil geschrieben. Hier nun ein aktueller Beitrag, fußend auf den beiden Büchern.
Im Buch "Dream Plants for a Natural Garden" erklären Gerritsen und Oudolf, was sie unter "Natural" verstehen. Entsprechend der alten Definition ist alles vom Menschen gemachte nicht natürlich. Somit ist der Begriff "Natural Garden" ein Widerspruch. Die Autoren fordern dazu auf, diesen Widerspruch liberaler zu sehen. Kein Mensch weis, was wirklich natürlich ist. Selbst die entfernteste Ecke der Erde wurde vom Menschen betreten und verändert. Der Mensch und sein Werk, die Zivilisation ist ein untrennbarer Bestandteil der Natur. So gesehen ist Asphalt, Beton und Plastik auch Natur? Die exakte Definition von Natur ist sehr problematisch.
Das Verständnis eines "Natural Gardens" ist in zeitlicher Veränderung. So bezeichnete Gertrude Jekyll ihre Staudenrabatten als an die Natur angelehnt. Auch Mien Ruys bezeichnete ihre Pflanzungen als wild mit einem ordentlichem Design. Heute werden beide nicht zu den naturalistischen Gartenphilosophen gezählt. Als Begründer der naturalistischen Staudenverwendung wird William Robinson mit seinem Buch "The Wild Garden", 1870 angesehen. Karl Foerster erwähnte diesen Stil als "Wildnisgartenkunst".

Was kennzeichnet einen "Natural Garden"? Gegenwärtig, so schreibt Kingsbury, also schon seit den 90 er Jahren, werden in verschiedenen Ländern neue Gartenstile entwickelt, die der Natur mehr Raum geben. Er möchte einen "Neuen Staudengarten" mehr mit der Natur als gegen sie gestalten. Die Inspiration zur Gartengestaltung kommt aus der Natur. Es ist ein ständiger Kampf in Gange zwischen Natur und Kunst. Die Natur möchte wachsen, sich ausbreiten und der Gärtner möchte alles unter Kontrolle haben und nach seinem Vorstellungen gestalten. Das Dogma der Perfektion soll mit dem neuen Garten überwunden werden. Ein gelbes Blatt gehört genauso dazu, wie die braune, sterbende Pflanze. Die traditionellen Gärten geben der Natur wenig Raum.
Die Stauden sollen Standort gerecht gepflanzt werden und eher gemischt als in Gruppen stehen. Diese umweltgerechten Pflanzungen kommen mit weniger Dünger, Wasser und Chemikalien aus. Hier stützt sich der Engländer Kingsbury auch auf die deutschen Veröffentlichungen von Hans Simon, Richard Hansen und Friedrich Stahl u. a. bezüglich der Philosophie der ökologischen Pflanzung.
In der traditionellen Staudenrabatte sind die Pflanzen entsprechend ihrer Höhe angeordnet, die Hohen hinten und die Niedrigen vorn. Die naturalistische Pflanzung hat keine so deutlichen vertikalen Strukturen und die Arten werden nicht in Blöcken gepflanzt. Die Verteilung erfolgt in losen Strukturen unterschiedlicher Größe und Form, entsprechend des Charakters der Pflanze, als Solitär, in kleinen Gruppen oder in Massen.
Der "Neue Staudengarten" beherbergt viele Insekten und andere Nichtwirbeltiere, die ihrerseits Nahrung für Amphibien, Reptilien, Säugetiere und Vögel sind.
In dem neuen Garten sollen nicht nur einheimische Pflanzen oder Wildstauden verwendet werden. Den Autoren ist eine mehltaufreie Züchtung der Indianernessel lieber, als die in unserem Klima völlig bemehlte Wildstaude. Eine gefüllte Blüte wird allerdings abgelehnt.
Stauden sollten nicht nur auf Grund ihrer Blüte ausgewählt werden, sondern auf Grund ihres Gesamterscheinungsbildes, ihrer äußeren Gestalt, der Blattstruktur, der Blüte, des Samenstandes, der Wintersilhouette und der Standfestigkeit.
Im Buch "Dream Plants for a Natural Garden" werden Stauden gezeigt, die diese Anforderungen erfüllen, und es werden auch die Ärger machenden Pflanzen beschrieben. Hier ein Beispiel. Der Heute allseits beliebte Rote Sonnenhut, Echinacea purpurea kommt dabei nicht gut weg: Er toleriert keine Bedrängnis von Nachbarpflanzen und wünscht gut drainierten Humusboden. Andernfalls ist er nach zwei Jahren verschwunden. Möglicherweise sind unsere Winter zu nass und unsere Sommer nicht warm genug.

Siehe hierzu auch meine beiden Posts:
http://wildstauden.blogspot.de/2014/10/echinacea-purpurea.html http://wildstauden.blogspot.de/2015/03/sichtungsgarten-weihenstephan.html


Weißer Kerzenknöterich, Ligularia tangutica und Blutweiderich am Teich

Roter Kerzenknöterich und Molinia 'Transparent' ebenfalls in der Sumpfwiese

Mittwoch, 15. Februar 2017

Wildstauden in Kanada Sommer 2001+2005

Im Video werden Stauden in ihren Lebensbereichen von der Prärie bis ins Hochgebirge gezeigt. Die Bilder stammen von 2 Reisen, 2001 und 2005. Die erste Reise führte uns mit dem Wohnmobil auf dem Alaska-Highway von Alberta nach Alaska. Die zweite Reise ging in ein Blockhaus in der Willmore Wildernis am Fuße der Rocky Mountains.

Sonntag, 12. Februar 2017

Wildstauden in Japan Sommer 2004

Im Sommer 2004 hatte ich Gelegenheit die Insel Kyushu und vor allem das Kuju-Hochland zu durchstreifen. Immer auf der Suche nach Stauden in ihren natürlichen Lebensbereichen. Wenn Sie mehr sehen wollen: http://www.wildstaudenzauber.de/Seiten/Kuju_Hochland_Sommer.html.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Avant Gardening

Torsten Matschiess, Jürgen Becker

Avantgardening. Plädoyer für gegenwärtiges Gärtnern. 01 2017. 192 S., 228 Farbfotos, Flexcover. ISBN 978-3-8001-0872-5. € 29,90

Das Erste was mich an einem Buch berührt ist der Titel, der Einband und die Klappentexte. In allem gibt es Ähnlichkeiten mit dem Buch "Blackbox Gardening". Das ist auch so gewollt. Doch während im Vorwort vom Blackbox Gardening die heutigen Gärten stark kritisiert werden, geht es in Avant Gardening laut Untertitel um ein Plädoyer für gegenwärtiges Gärtnern, obwohl der Titel "Avant Gardening" doch eher etwas Zukünftiges bedeutet? Der Polizistenwitz auf der Rückseite des Buches ist mir in ähnlicher Form schon oft begegnet.
Nun bin ich sehr gespannt, was dieses doch etwas außergewöhnliche Buch bringen wird.
Es ist ein intelligentes Buch und es macht Freude den Gedanken des Autors zu folgen. Ob es aber für jeden Leser verständlich ist? Er muß dann schon ab und zu Google bemühen, um z. B. zu verstehen, was iterative Dummheit meint. Besonders im ersten Teil des Buches ist es sehr spannend zu lesen, welche Meinung der Autor zu aktuellen Themen der Gartengestaltung vertritt.  Die im Editorial angekündigte Anleitung, wie man mit seinem privaten Grün von der Beschleunigungsspur auf die linke Fahrbahn wechselt, konnte ich allerdings nicht finden.
Im zweiten Teil des Buches werden Lieblingspflanzen vorgestellt. Die enge Beziehung des Autors zur Gattung Knöterich und Wiesenknopf wird deutlich. Es werden zahlreiche Sorten des allseits beliebten Kerzenknöterichs vorgestellt. Die Liebe zu einigen vorgestellten Großstauden kann ich allerdings nicht teilen. Ihre Nachteile, vorallem bezüglich der Standfestigkeit, werden vom Autor genannt. Abschließend wird kurz die komplizierte Vergesellschaftung von Rosen und Stauden beleuchtet.
Der bekannte Gartenfotograf Jürgen Becker zeigt wunderschöne, stimmungsvolle Bilder auch ohne Sonnenschein aus dem Garten des Autors. So manches schöne Bild läßt sich allerdings auf Grund der Opulenz nicht in den eigenen Garten übertragen.
Für Gartenneulinge und besonders auch alte Hasen ein interessanter Lesestoff.

Sonntag, 15. Januar 2017

Wildstauden in Japan Frühling 2002

Dieses Video habe ich aus altem Bandmaterial von 2002 gemacht und möchte es hier vorstellen. Die Qualität HD wie bei den Gartenvideos wird natürlich nicht annähernd erreicht. Bin für Hinweise sehr dankbar. Die Namen der Pflanzen finden Sie unter: http://www.wildstaudenzauber.de/Seiten/Kuju_Hochland_Fruehling.html.


Freitag, 6. Januar 2017

nochmal Video

Bereits Mitte Dezember hatte ich hier zwei Videos vorgestellt. Eins war mit Originalton (Vogelzwitschern) und das andere mit Musik unterlegt.
Zu diesen beiden Videos erreichten mich einige Meinungen, hauptsächlich per E-Mail, die ich hier zusammenfassen möchte. Inzwischen sind beide überarbeitet. Erfreulicherweise waren die Einschätzungen recht einheitlich:

"Beim Sommer habe ich durch das Vogelgezwitscher wieder ein richtiges beglückendes Sommerfeeling bekommen. Musik finde ich meist zu kitschig oder wenigstens zu romantisierend, ist nicht so mein Fall, ich würde Naturgeräusche einschließlich Dorfgeräusche (Hahn) immer vorziehen." S. R.

"Musikalische Untermalung gefällt mir nicht, das habe ich auch wieder gemerkt, als ich beide Videos nacheinander angeschaut habe. Ich finde es schwierig die richtige musikalische Stimmung zu finden und die entspricht ja dann auch nicht immer der der Zuschauer." R. E.

 "Musik -Hintergrund gefällt mir bei GARTEN-VIDEOS (Z.B.innerhalb von TV-Sendungen) nicht immer: Z.B. in 3SAT bei Sendungen mit dem sog. "Biogärtner" (Hr.Ploberger) scheint mir persönlich die dazu ausgesuchte Musik oft gar nicht zu passen...Oder bei anderen Videos sind es dann doch irgenwie immer dieselben- allzu bekannten- Melodien, die ich dann zum Teil als "überflüssiges Zierat" empfinde - was aber bei anderen Zuschauern nicht so wirken muss..." K. W.

...und wie ich schon geschrieben habe, die Musik stört mich persönlich etwas aber die originalen Gartengeräusche finde ich sehr passend, der Garten lebt!" B. F.

 "Am besten gefallen mir die Gruppenausschnitte, in denen bis ca, 4 verschiedene Stauden im Fokus stehen und auch die Einzelblütenstandaufnahmen. Bei den größeren Ansichten gibt es zumindest auf meinem Bildschirm ein Problem mit der Bildschärfe. "Besonders gelungen finde ich Halbtotale, also wo Du 2 - 3 Gruppen von Pflanzen zu einander in Bezug setzt. Aber da kommt es vielleicht auch auf die Größe des Bildschirmes an, auf dem man schaut. R.E.

 "Die Bild- und Tonqualität ist sehr gut. Einziger Wermuthstropfen: Für den Vollbildmodus reicht die Bildauflösung nicht.Das Bild sieht verschwommen aus." T. B.


DasProblem mit der Bildschärfe kann ich mir noch nicht erklären. Die Videos sind in HD-Qualität aufgenommen und auf Youtube hochgeladen und auf meinem großen Bildschirm (50x30 cm) bei 16 Mbit/s Download-Geschwindigkeit  im Vollbildmodus ganz scharf!?